Verspäteter Liga-Auftakt am Filzteich

Deutlich später als erwartet startete ich am Wochenende erstmals für das Team vom Leipziger Triathlon in der Liga, da der ursprüngliche Termin des Saison-Beginns im Juni dem Hochwasser geschuldet abgesagt werden musste. In Leipzig werden etwas kleinere Brötchen gebacken als bei den Kessen: Zielstellung des Teams ist dieses Jahr eine Platzierung in den Top 10 der Liga.

filzteich_2013Wie eine Woche vorher lief das Schwimmen überraschend solide und ich kam als 15. aus dem Wasser. Auf dem Rad wusste ich, dass die Form nicht mit der im Vorjahr vergleichbar sein würde, aber ich versuchte dennoch mich etwas nach vorn zu arbeiten. In mühsamer Arbeit gelang es mir, mich innerhalb der 40 km bis auf Platz sieben zu schieben. Den Lauf wollte ich nach dem Totalausfall von letzter Woche defensiv angehen und so konnte ich die Strecke (wenn auch auf deutlich eingeschränktem Niveau) einigermaßen glatt durchlaufen. Leider hatte ich in der letzten der vier Laufrunden dann aber doch einen Durchhänger und so verlor ich auf den letzten 1,5 km noch ca. sechs Plätze. Am Ende musste ich mich mit Platz 21 für den Auftakt begnügen – aber ich hoffe, dass da im Laufe der Saison noch ein bisschen was nach vorn geht. Im Team erreichten wir den neunten Platz (Bild: Dr. C. Stibenz)

Landesliga ohne Form

Man soll ja immer positiv denken – die Leistung ist definitiv ausbaufähig. Nach STEX und zwei Tagen Krawall-Training inklusive angedeutetem Hungerast am Samstag stand ich gestern beim Landesliga Triathlon am Geisetalsee am Start. Die Erwartungen waren natürlich gedämpft aber ich konnte sie untertreffen.DSC03543 Das Schwimmen lief noch gut und ich konnte in den Top 5 den Fluten entsteigen, dann kam das Radfahren und ich versuchte ein bisschen Druck auf die Pedale aufzubringen – hallo, Druck? Wtf. Naja. Ich konnte trotzdem irgendwie in die Top 3 rollen und es ergab sich zu meinem Glück ein nettes Grüppchen alternder Ironmänner welchen ich folgen konnte – unter Schmerzen. Der Magdeburger Dauerbrenner Christian Gramm fuhr dann aber noch 30 Sekunden Vorsprung auf die Gruppe heraus – warum auch immer. Was die Ironmänner immer in der Wechselzone machen ist mir rätselhaft. Nach einem ruhigen Wechsel war ich kurz Zweiter, aber der spätere Sieger Marcel Glaser (wieder so ein trainierter Mit-40er..) erlöste mich schnell. Von da an wurde es schwer und ich wollte nach 3km Lauf sterben. Am Ende blieb Platz sieben und die Einsicht dass stundenlanges Bücherlesen und auch die Treffen in der effektiven Hochleistungs-Lerngruppe im Triathlon nichts bringen – ich gehe dann mal trainieren – und das darf gern als Drohung verstanden werden :-)

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Fertig – aber völlig fertig

Kurzmitteilung

Ich bin dann mal Arzt – ja so richtig beendetes Studium und so. Keine Scheine mehr offen, kein Praktisches Jahr mehr, kein schriftliches, mündliches oder sonstwie geartetes Staatsexamen. Die erste Woche nach dem mündlichen Teil am 26. und 27. Juni habe ich mit Emily bei meinen Eltern auf Rügen verbracht. Und geschlafen..und noch mehr geschlafen..ich hatte in den letzten drei Wochen vor dem Examen etwa so fünf Stunden pro Nacht und das scheint so auf Dauer nicht zu reichen. Am Wochenende werde ich wohl wieder mal Sport treiben – mal sehen ob ich noch weis wie das geht.

Erwartet holpriger Saisonstart..

Nachdem ich seit 10. Februar durchgängig in der Bibliothek verbracht hatte und lediglich zur Stressreduktion sporteln war, stand vom 16-18. April das 2. Staatsexamen in schriftlicher Form an (liebevoll auch als Hammerexamen betituliert). Über drei Tage je fünf Stunden durfte ich meine beeindruckende, in diffusem Chaos verknüpfte intellektuelle Leistungsfähigkeit in großartigen MC-Fragen und super-spannenden Fallaufgaben a zwei Seiten testen. Ein unvergleichlicher Spaß – ich danke dem IMPP für die freudvollen Stunden. Bestanden habe ich den Quatsch trotzdem und nun muss nur noch der mündliche Teil des Examens Ende Juni laufen.

Dem entsprechend ist die Wettkampfdichte bis Ende Juni ehe dünn gesäht und auch die Leistung im Ausdauerdreikampf eher dürftig. Nichts desto trotz stand ich gestern beim Saisonauftakt zum Halle Triathlon am Start. In gewohnter Form mit deutlch zu langem Schwimmen und deutlich zu kurzer, windschattenfreier Radstrecke kam mir das natürlich entgegen. Auf Platz acht hatte ich das die Fluten des Osendorfer Sees verlassen und gruppierte mich in einer Radgruppe ein. Als erstes flog mir die Brille vom Helm (danke an dieser Stelle dem “ehrlichen Finder”, der jetzt ein neue Rudy Project sein Eigen nennt..sport frei!)  In der Radgruppe gab es viele Leute die zu mir guckten und irgendwie zu erwarten schienen dass ich einen Move machte – phhh!! Dieses Jahr nicht! Also ging es in Fraktionsstärke auf die aufgeweichte Laufstrecke. Dort zeigte sich mein Trainingsrückstand und ich konnte mir lediglich aus sichere Entfernung die Pirouetten des Sportkameraden ansehen. Am Ende stand Platz 13 insgesamt. Aber die Saison ist noch lang und in den meisten Wettkämpfen muss jeder für sich Rad fahren..in zwei Wochen stehe ich beim ersten Liga-Wettkampf in Schneeberg am Start. Ich werde in der Saison 2013 mit Gaststartrecht für das Team vom Leipziger Triathlon

antreten.

Zurück in Halle

Kurzmitteilung

Mein Portugiesischer Winter ist beendet und die geschlossene Schneedecke hat mich zurück. Seit fast drei Wochen bin ich bereits wieder in der Sachsen-Anhaltinischen Metropole Halle/S und bereite mich den Umständen entsprechend auf meine finalen Prüfungen vor. Die stehen ab Mitte April an und bereiten mir herrlich ausgedehnte Stunden bei Neonlicht vorm Bildschirm in der Bibliothek. Aber da hilft nüscht – da muss ich durch!

Die ersten drei Monate in Lisboa

..sind bereits beendet – ein Monat liegt noch vor mir, denn bis Ende Januar werde ich in der portugiesischen Hauptstadt bleiben. Die Saisonvorbereitung für 2013 ist auf einem guten Weg wobei derzeit der Fokus noch auf dem Schwimmen und Laufen liegt. Mitte Dezember habe ich einen disziplinierten überlangen Trainingslauf absolviert (Lisboa Maratona) – immer streng im 5-Min Tempo, so dass eine Endzeit von 3h 27min heraus gekommen ist. Alles andere wäre auch hier im Dezember großer Unsinn gewesen. Vielleicht ist es auch so ein bisschen unvernünftig im Dezember einen Marathon ohne spezielle Vorbereitung zu laufen, aber Emily hatte mich überredet :-)

Das Chirurgie-Tertial im Hospital Sta. Maria ist auch richtig cool. Nach den ersten acht Wochen in der Allgemeinchirurgie bin ich nun seit Anfang Dezember in der Herz-Thorax-Chirurgie gelandet.

Es bleibt allen regelmäßigen oder weniger regelmäßigen Besuchern meiner Seite einen guten Start ins neue Jahr zu wünschen (happy new year! feliz ano novo…) ….lg. MaDu

Ich habe gelogen – oder back2theRoots@lisboa

Ich bin mit den besten Vorsätzten angereist – Saisonpause, Strand, lernen.. Das hat auch ganz wunderbar geklappt, ich habe ein MTB mit in Portugal und bin damit ein bisschen umher gerollt – bis ich letzten Samstag Abend an einem Wechselgarten vorbei gefahren bin. Für 17 Euro Startgeld stand ich am nächsten Tag bei der Prova aberta am Start – ohne Neo, im Radtriktot und Laufhose – im Windschattenfreien Rennen auf der Supersprintdistanz. Nur soviel: ich war schnellster mit dem Mountainbike – und wurde im Resultat mit einem liebevollem “SEN” versehen – Platz 15 und der kürzeste Triathlon meiner bissherigen Karriere. Die Saison ist vorbei. Versprochen! Ergebnisse hier

Schluss! Der letzte Wettkampf 2012, Amica19.7 Newport (RI)

Wie in den letzten zwei Jahren stand der Saisonabschluss in Rhode Island auf dem Plan. Als letztjähriger Sieger hatte ich etwas vor aber da es diesmal um 20.000$ Preisgeld ging und sich ein paar Pros angesagt hatten rechnete ich mir nicht soviel aus. Die Profis durften in einer ersten Startwelle alleine starten und so saß ich fünf Minuten nach den Profis als erster Amateur auf dem Rad. Dort blieb ich auch und im Ziel hatte ich als fünfter knapp 30 Sekunden auf den vierten Pro verloren. Das wäre sicher möglich gewesen – in einer Welle. Preisgeld gab es dann auch nicht wie angekündigt bis Platz fünf und so fuhr ich etwas “pissed” zurück. Eigentlich hatte ich die Wettkämpfe als gut organisiert in Erinnerung – aber das war nicht ganz so prickelnd. Der Neurologieteil des PJ in Chemnitz ist Ende des Monats auch zu Ende – falls jemand perfekte Bedingungen für einen Studenten sucht – uneingeschränkt empfehlenswert!!! Jetzt heißt es Sachen packen und dann bin ich ab nächster Woche Samstag in Lissabon zum letzten Abschnitt meines Praktischen Jahres anzutreffen. Die Aufregung bleibt also erhalten ;-)

Angriffslust in New Haven – selbe Zeit und doch nur Vize

Denkbar knapp war der Schluss ja. In New Haven in Connecticut steht nicht nur mit Yale eine der renommiertesten Med Schools der USA – es gibt auch eine nette Bay und einen Sprint Triathlon. Zu nachtschlafender Zeit um 8am fiel der Startschuss nach dem üblichen US-Geplänkel wie der “national anthem” und einer Ansprache des Chairman of wtf. Ich kam wieder recht vernünftig an Land und als erster aufs Rad. Dort hatte ich kurz vor Schluss einen leichten Aussetzer und wollte irgendwo abbiegen wo keine Strecke lang führte. Das nutzte der bis dato Zweite und zeigte mir den Weg in den Wechselgarten. Irgendwie war ich aber heute morgen auf Kampf gepoolt also habe ich mich an seinen Füssen festgebissen und ihm versucht das Leben schwer zu machen. Bei Kilometer vier ein halb hab ich ein bisschen ein Loch aufgehen lassen und bin dann im Abstand von 15 Metern hinterher gerannt. Etwa 300 Meter vor dem Ziel stand mein Bruder und wies mich freundlich darauf hin doch bitte mal einen Schritt zu zulegen. Also habe ich einen Sprint vom Zaun gebrochen und habe es geschafft auf die 100erstel Sekunde mit Ellis über die Ziellinie zu laufen – er hatte trotzdem gewonnen aber ein sehr schöner Fight. (Bilder des Elefantensprints: David Ellis)

    

Platz zwei am Sachsenring – und die Saison wird immer länger

Ich musste mir im Vorfeld so einiges Anhören wegen meiner klassischen Dunse – Saison. Viel Wettkampf und wenig Pause. Der Sachsenring war da so ein spezielles Hightlight. Bis Kilometer acht der Laufstrecke habe ich denn Wettkampf angeführt um dann doch noch Zweiter zu werden. Bitter aber das bleibt eben dann nicht aus – Glückwunsch an Thomas Kerkel vom TSV Freiberg. Anschließend ging es dann noch für eine Woche auf Arbeit um dann die letzten zwei Veranstaltungen in Neuengland in Angriff zu nehmen.